Steinpflanzen: was im Steingarten wirklich gedeiht - Wurzelwerk Design

Steinpflanzen: was im Steingarten wirklich gedeiht

Ein Steingarten ist für mich die Lösung für all die Stellen, an denen klassische Beetpflanzen jammern: vollsonnig, trocken, magerer Boden. Genau da fühlen sich Steinpflanzen pudelwohl. Sie kommen mit wenig Wasser aus, brauchen kaum Pflege und sehen das ganze Jahr gut aus. Wer einmal verstanden hat, welche Pflanzen das mögen, hat einen der pflegeleichtesten Gartenbereiche überhaupt.

Ich bin Christian, Gärtner bei Wurzelwerk Design. Hier sind meine bewährten Steingarten-Pflanzen und wie du sie richtig setzt.

Was Steinpflanzen ausmacht

Steinpflanzen stammen oft aus Gebirgs- oder Trockenregionen. Sie sind darauf eingestellt, mit karger Erde, voller Sonne und wenig Wasser klarzukommen. Was sie überhaupt nicht vertragen, ist Staunässe – nasse Füße sind ihr sicherer Tod. Deshalb ist der durchlässige, eher magere Boden im Steingarten genau ihr Element.

Meine Favoriten für den Steingarten

Fetthenne (Sedum): Die Königin unter den Steinpflanzen. Dickfleischige Blätter speichern Wasser, sie blüht spät im Jahr und ist bei Insekten beliebt. Praktisch unkaputtbar.

Hauswurz (Sempervivum): Die kleinen Rosetten wachsen sogar in Mauerritzen und Schalen, brauchen fast nichts und vermehren sich von allein. Mein Tipp für absolute Anfänger.

Blauschwingel (Festuca glauca): Ein kompaktes, blausilbriges Gras, das mit seiner Farbe einen tollen Kontrast zu Steinen setzt. Du findest ihn bei uns als Blauschwingel.

Polsterstauden wie Steinkraut, Blaukissen und Polster-Phlox: Sie überziehen Flächen und Mauerkronen mit Blütenteppichen im Frühjahr und halten gleichzeitig Unkraut fern.

Thymian und andere Polsterkräuter: Trittfest, duftend und bienenfreundlich – ideal für Fugen und Ränder.

Eine gute Auswahl an robusten Gräsern und Polsterpflanzen findest du in unseren Gräsern und Stauden und unter den Bodendeckern.

Steingarten anlegen: worauf es ankommt

Das A und O ist die Drainage. Ich arbeite in den Boden reichlich Sand, feinen Kies oder Splitt ein, damit das Wasser ablaufen kann. Schwere, lehmige Erde mische ich kräftig ab oder tausche sie in der oberen Schicht aus. Dann setze ich die Pflanzen, fülle die Zwischenräume mit Kies oder Steinen und gieße einmal gründlich an.

Im ersten Jahr wässere ich noch ab und zu, bis alles eingewachsen ist. Danach gilt: Hände weg vom Gießen, außer in extremen Trockenphasen. Düngen ist bei Steinpflanzen meist überflüssig, sie mögen es ja mager. Genau das macht den Steingarten so angenehm pflegeleicht.

Häufige Fragen

Welche Steinpflanzen sind winterhart?
Sedum, Sempervivum, Blauschwingel, Blaukissen und Thymian sind winterhart und kommen Jahr für Jahr wieder. Achte beim Kauf einfach auf die Winterhärte der Sorte.

Brauchen Steinpflanzen viel Wasser?
Nein, im Gegenteil. Sie sind an Trockenheit angepasst und leiden eher unter zu viel als unter zu wenig Wasser.

Welcher Boden eignet sich für einen Steingarten?
Durchlässiger, magerer Boden mit hohem Sand- oder Kiesanteil. Staunässe muss unbedingt vermieden werden.

Sind Steinpflanzen bienenfreundlich?
Viele ja – besonders Fetthenne, Thymian und Polsterstauden sind im Sommer ein wichtiges Nahrungsangebot für Insekten.

Zum Schluss

Steinpflanzen sind die perfekte Antwort auf trockene, sonnige Problemstellen: einmal richtig angelegt, mit guter Drainage und magerem Boden, machen sie kaum Arbeit und sehen trotzdem toll aus. Setz auf bewährte Arten wie Fetthenne, Hauswurz, Blauschwingel und Polsterstauden. Für den Einstieg findest du passende Pflanzen bei unseren Gräsern und Stauden und Bodendeckern.

Christian Fech, Gärtner bei Wurzelwerk Design

Robuste Pflanzen für den Steingarten findest du bei unseren Gräsern und Stauden, den Bodendeckern und im Bereich Gartenpflanzen.

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