Rosmarin ist für mich der Inbegriff mediterraner Küche – und ein wunderschönes, immergrünes Kraut, das fast das ganze Jahr geerntet werden kann. Wie die meisten Mittelmeerkräuter braucht Rosmarin vor allem Sonne, Wärme und einen trockenen Stand. Mit zu viel Wasser und zu nasser Erde macht man hier am meisten falsch.
Ich bin Christian, Gärtner bei Wurzelwerk Design. So gelingt dein Rosmarin.
Der richtige Standort
Rosmarin will den sonnigsten, wärmsten Platz, den du hast. Der Boden muss durchlässig und eher mager sein – schwere, feuchte Erde verträgt er nicht. Im Topf nehme ich durchlässiges Substrat mit Sandanteil und sorge unbedingt für ein Abzugsloch. An einer warmen, geschützten Hauswand fühlt er sich besonders wohl.
Gießen und Pflege
Sparsam gießen ist die Devise. Rosmarin verträgt Trockenheit gut, Staunässe dagegen gar nicht. Im Beet musst du eingewachsene Pflanzen kaum gießen, im Topf nur, wenn die Erde abgetrocknet ist. Düngen ist kaum nötig. Geschnitten wird am besten nach der Blüte oder im Frühjahr – dabei nur in die grünen Triebe, nicht ins alte Holz, sonst treibt er an der Stelle schlecht wieder aus.
Überwintern
Das ist der heikelste Punkt in unseren Breiten. Manche Rosmarin-Sorten sind in milden Lagen winterhart, viele aber nicht zuverlässig. Im Beet hilft an rauen Standorten ein Winterschutz aus Reisig oder Vlies. Im Topf überwintere ich Rosmarin am besten hell und kühl bei wenigen Plusgraden, etwa in einem frostfreien Treppenhaus, und gieße dort nur sparsam. Gefährlich ist im Winter weniger der Frost als die Kombination aus Nässe und Kälte.
Rosmarin und weitere Kräuter findest du in unserem Kräuter-Paket.
Häufige Fragen
Ist Rosmarin winterhart?
Manche Sorten sind in milden Lagen winterhart, viele aber nicht zuverlässig. In rauen Lagen oder im Topf besser geschützt bzw. hell und kühl überwintern.
Wie oft muss man Rosmarin gießen?
Sparsam. Er verträgt Trockenheit gut, Staunässe gar nicht. Erst gießen, wenn die Erde abgetrocknet ist.
Wann schneidet man Rosmarin?
Nach der Blüte oder im Frühjahr. Nur die grünen Triebe kürzen, nicht ins verholzte alte Holz schneiden.
Warum geht mein Rosmarin im Winter ein?
Meist durch die Kombination aus Nässe und Kälte oder durch zu dunkle, zu warme Überwinterung. Hell, kühl und trocken ist ideal.
Zum Schluss
Rosmarin ist unkompliziert, wenn du seine Herkunft respektierst: viel Sonne, durchlässiger Boden, wenig Wasser. Der einzige echte Knackpunkt ist die Überwinterung – hell, kühl und trocken, dann übersteht er auch unsere Winter. Entdecke unser Kräuter-Paket und die Gartenpflanzen.
Christian Fech, Gärtner bei Wurzelwerk Design