Drachenbaum (Dracaena): Pflege, Arten & kaufen
Der Drachenbaum, botanisch Dracaena, gehört zu den beliebtesten Zimmerpflanzen für Einsteiger: pflegeleicht, luftreinigend und mit seinem palmenartigen Schopf ein echter Hingucker. Ob schmal und elegant oder als verzweigtes XL-Exemplar – der Drachenbaum passt in fast jeden Raum. Dieser Ratgeber erklärt die komplette Pflege und stellt die schönsten Arten vor – am Ende findest du sie direkt zum Kaufen.
Drachenbaum im Überblick
Die Gattung Dracaena umfasst über 100 Arten, viele stammen aus Afrika und Asien. Charakteristisch ist der aufrechte, oft mehrstämmige Wuchs mit einem Schopf aus schmalen, lanzettförmigen Blättern. Der Drachenbaum zählt zu den besten luftreinigenden Zimmerpflanzen und verzeiht auch mal eine vergessene Wassergabe.
Standort
- Licht: Hell bis halbschattig, ohne pralle Mittagssonne. Buntlaubige Sorten (z. B. mit roten oder cremefarbenen Rändern) brauchen mehr Licht für ihre Farbe; grüne Sorten kommen auch mit weniger aus.
- Temperatur: 18–24 °C, nicht unter 15 °C. Zugluft meiden.
- Luftfeuchtigkeit: Normale Raumluft reicht; in sehr trockener Heizungsluft gelegentlich die Blätter abwischen.
Gießen
- Mäßig gießen, die obere Substratschicht zwischendurch antrocknen lassen.
- Staunässe vermeiden – sie führt zu Wurzelfäule und gelben Blättern.
- Empfindlich gegen Fluorid: Dracaena reagiert auf hartes oder fluoridhaltiges Leitungswasser mit braunen Blattspitzen. Besser kalkarmes oder abgestandenes Wasser nutzen.
Düngen, Substrat & Umtopfen
April bis September alle 2–4 Wochen flüssig düngen. Durchlässige Zimmerpflanzenerde mit Perlite, Topf mit Abzugsloch. Alle 2–3 Jahre im Frühjahr umtopfen. Zu hohe Pflanzen lassen sich im Frühjahr einfach kürzen – aus dem Stamm treiben neue Schöpfe aus.
Häufige Probleme & Lösungen
| Problem | Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Braune Blattspitzen | Hartes/fluoridhaltiges Wasser, trockene Luft | Weiches Wasser nutzen, Spitzen kappen |
| Gelbe Blätter | Staunässe | Weniger gießen, Drainage prüfen |
| Weiche, fallende Blätter | Kälte / Zugluft | Wärmeren, zugfreien Standort wählen |
| Spinnmilben / Woll- & Schildläuse | Trockene Heizungsluft | Abduschen, Neemöl, Blätter kontrollieren |
Beliebte Dracaena-Arten
- Dracaena marginata: Der Klassiker mit schmalen, rot gerandeten Blättern und dünnen, oft geschwungenen Stämmen.
- Dracaena Janet Lind: Sattgrüne, breite Blätter, besonders elegant und pflegeleicht.
- Dracaena Riki: Breite Blätter mit hellem Mittelstreifen, kräftiger Wuchs.
- Dracaena Hawaiiana / Cintho: Exotischer, buschiger Wuchs mit tropischem Flair.
- Dracaena Anita: Feine, fast grasartige Blätter, sehr modern.
Vermehrung
Sehr einfach über Kopf- oder Stammstecklinge: einen Trieb oder ein Stammstück (mind. 10 cm) abschneiden und in Wasser oder feuchtes Substrat setzen. Bei 22–25 °C bilden sich nach einigen Wochen Wurzeln. Auf die richtige Ausrichtung des Stammstücks achten (unten bleibt unten).
Ist der Drachenbaum giftig?
Ja. Der Drachenbaum ist für Katzen und Hunde giftig (Saponine) – verschluckte Blätter können Erbrechen, Speicheln und Appetitlosigkeit auslösen, besonders bei Katzen. Für Menschen ist er nur schwach giftig. In Haushalten mit Haustieren außer Reichweite stellen oder zur vollständig ungiftigen Calathea (Korbmarante) greifen.
FAQ: Drachenbaum-Pflege
Warum bekommt mein Drachenbaum braune Blattspitzen?
Meist durch hartes oder fluoridhaltiges Leitungswasser und trockene Luft. Auf kalkarmes Wasser umstellen und die braunen Spitzen vorsichtig abschneiden.
Wie oft muss ich den Drachenbaum gießen?
Mäßig – erst wenn die obere Erdschicht angetrocknet ist. Er verzeiht Trockenheit besser als Staunässe.
Ist der Drachenbaum giftig für Katzen?
Ja, er ist für Katzen giftig und kann Erbrechen und Speicheln auslösen. Außer Reichweite halten oder eine ungiftige Alternative wählen.
Drachenbaum kaufen
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