Wollläuse erkennen und bekämpfen
Kleine, weiße Wattebäusche in den Blattachseln deiner Zimmerpflanze? Das sind Wollläuse (auch Schmierläuse genannt, gelegentlich „Wolläuse“ geschrieben) – hartnäckige Saugschädlinge, die sich unter ihrer wachsartigen Schutzschicht gut verstecken. Sie schwächen die Pflanze, scheiden klebrigen Honigtau aus und vermehren sich rasch. Mit Konsequenz und den richtigen Mitteln bekommst du sie aber in den Griff. Dieser Ratgeber zeigt dir, wie du Wollläuse erkennst, bekämpfst und vorbeugst.
Wie erkenne ich Wollläuse?
- Weiße, watteartige Gebäuse in Blattachseln, an Trieben und Blattunterseiten – das typischste Merkmal.
- Klebriger Honigtau auf Blättern und in der Umgebung, auf dem sich später schwarzer Rußtaupilz ansiedeln kann.
- Wachstumsstörungen, gelbe Blätter und insgesamt schwächelnde Pflanzen.
Ursachen – wie kommt es dazu?
Wollläuse treten oft an geschwächten Pflanzen auf, besonders bei warmer, trockener Luft im Winter und bei Überdüngung mit Stickstoff. Häufig werden sie auch über neu gekaufte, bereits befallene Pflanzen eingeschleppt.
Wollläuse bekämpfen
Hausmittel & Sofortmaßnahmen
- Absammeln & betupfen: Einzelne Nester mit einem in Spiritus (Alkohol) getränkten Wattestäbchen betupfen – der Alkohol löst die Wachsschicht auf.
- Schmierseifen-Lösung: Eine Lösung aus Schmierseife (ggf. mit etwas Spiritus) auf die befallenen Stellen sprühen.
- Neemöl: Wirkt systemisch und schonend, mehrfach im Abstand weniger Tage anwenden.
- Isolieren: Befallene Pflanze sofort separieren, da Wollläuse leicht überwandern.
Biologische Bekämpfung
- Australischer Marienkäfer (Cryptolaemus montrouzieri) und Florfliegenlarven sind natürliche Fressfeinde – ideal bei größerem Befall, vor allem in Wintergarten und Gewächshaus.
Wichtig: Wollläuse sind hartnäckig – die Behandlung über mehrere Wochen wiederholen, bis kein Neubefall mehr auftritt.
Vorbeugen
- Pflanzen regelmäßig kontrollieren, gerade Blattachseln und -unterseiten.
- Nicht überdüngen – weiches, stickstoffreiches Gewebe lockt Saugschädlinge an.
- Neue Pflanzen einige Wochen isoliert beobachten.
- Für gute Luftzirkulation und einen passenden Standort sorgen.
Welche Pflanzen sind betroffen?
Wollläuse befallen viele Zimmerpflanzen, besonders solche mit fleischigen Trieben und Blattachseln. Häufig betroffen sind der Gummibaum, der Drachenbaum und der Bogenhanf.
FAQ: Wollläuse
Wie werde ich Wollläuse dauerhaft los?
Mit Konsequenz: betroffene Stellen mit Spiritus betupfen, mit Neemöl oder Schmierseifenlösung behandeln und die Behandlung über mehrere Wochen wiederholen. Befallene Pflanze isolieren.
Sind Wollläuse ansteckend für andere Pflanzen?
Ja, sie wandern leicht auf Nachbarpflanzen über. Befallene Pflanzen daher sofort separieren und die Nachbarn kontrollieren.
Was ist der klebrige Belag auf den Blättern?
Das ist Honigtau, ein zuckriges Ausscheidungsprodukt der Läuse. Darauf kann sich schwarzer Rußtaupilz ansiedeln – ein zusätzliches Alarmsignal.
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