Clematis: die Königin der Kletterpflanzen - Wurzelwerk Design

Clematis: die Königin der Kletterpflanzen

Wenn es um blühende Kletterpflanzen geht, führt für mich kein Weg an der Clematis vorbei. Die Waldrebe überzieht Zäune, Pergolen und Obelisken mit einer Fülle an Blüten in nahezu jeder Farbe. Mit der richtigen Pflanzung und dem Wissen um den Schnitt blüht die Clematis Jahr für Jahr üppiger.

Ich bin Christian, Gärtner bei Wurzelwerk Design. Hier kommt das Wichtigste.

Der wichtigste Standort-Trick

Die Clematis hat eine goldene Regel: Kopf in der Sonne, Füße im Schatten. Das heißt, die Triebe und Blüten wollen Licht und Sonne, der Wurzelbereich soll aber kühl und beschattet bleiben. Heizt sich der Boden über den Wurzeln stark auf, leidet die Pflanze. Ich beschatte den Fuß deshalb mit niedrigen Stauden oder lege flache Steine über den Wurzelbereich. Der Boden sollte tiefgründig, humos und durchlässig sein.

Pflanzen und Gießen

Clematis pflanze ich gern etwas tiefer als sie im Topf stand – das macht sie widerstandsfähiger und beugt der gefürchteten Clematiswelke vor. Eine Kletterhilfe wie ein Spalier, Gitter oder Obelisk gehört von Anfang an dazu. Gegossen wird vor allem in den ersten Jahren und bei Trockenheit regelmäßig, denn die Clematis mag es gleichmäßig feucht, aber ohne Staunässe.

Schneiden: die drei Gruppen

Beim Schnitt verwirren sich viele, dabei ist es einfach, wenn man die drei Gruppen kennt. Frühblühende Clematis (wie Clematis montana) schneidet man kaum, höchstens leicht nach der Blüte. Sommerblühende, die an einjährigen Trieben blühen, schneidet man im zeitigen Frühjahr kräftig zurück. Die große Mittelgruppe wird nur leicht ausgeputzt. Wenn du die Sorte nicht kennst, gilt eine sichere Faustregel: erst nach der ersten Blüte beobachten, woran sie blüht, und im Zweifel nur Schwaches und Totes herausnehmen.

In unserem Sortiment findest du viele Sorten, etwa die blühfreudige Clematis ‚The President‘ und weitere Kletterpflanzen.

Häufige Fragen

Warum welkt meine Clematis plötzlich?
Das ist oft die Clematiswelke, eine Pilzkrankheit, vor allem bei großblumigen Sorten. Tief pflanzen beugt vor; betroffene Triebe bodennah herausschneiden, die Pflanze treibt meist wieder aus.

Wie schneidet man Clematis?
Je nach Schnittgruppe: Frühblüher kaum, Sommerblüher im Frühjahr kräftig, die Mittelgruppe nur leicht. Im Zweifel nur Totes und Schwaches entfernen.

Welcher Standort ist ideal?
Kopf in der Sonne, Füße im Schatten. Triebe sonnig, Wurzelbereich kühl und beschattet, in durchlässigem, humosem Boden.

Muss man Clematis gießen?
Ja, sie mag es gleichmäßig feucht, besonders in den ersten Jahren und bei Trockenheit. Staunässe aber vermeiden.

Zum Schluss

Die Clematis ist die spektakulärste Art, eine Wand oder einen Zaun zu begrünen. Merk dir den Standort-Trick mit den beschatteten Füßen, pflanze sie etwas tiefer und gib ihr eine Kletterhilfe – dann dankt sie es mit einem Blütenmeer. Entdecke unsere Clematis und Kletterpflanzen.

Christian Fech, Gärtner bei Wurzelwerk Design

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